Edison: Briefe an Tesla // 04 “Daimler und Benz bass erstaunt über die aktuelle Daimler-Denke”

Lieber Nikola,
die Herren Daimler und Benz meldeten sich; sind doch beide bass erstaunt über Einstellung und Worte eines Daimler-Vorstandes. Das hätte es früher nicht gegeben, das kann doch nicht das neue Denken ihres Konzerns sein.

Die eigene “jahrzehntelange Erfahrung von Daimler”, dessen Lkw-Sparte heute der weltgrößte Hersteller von Lastwagen ist, kann nicht Basis der Kritik an Innovationen anderer sein. Da bereitet wohl einer seine mittelmäßige Exkulpation eigenen Versagens vor. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: gerade “jahrzehntelange Erfahrung” vertieft die eigenen längst ausgetretenen Pfade, verschleiert den Blick für das Neue, das Grenzen Herausschiebende, das die bekannten Regeln Brechende – und was sonst ist eine Innovation als all dies!?

Wo ist die für Innovation, Forschung, Erfindung ach so notwendige ‘Beginner’s Mind’, wo das ‘Growth Mindset’ geblieben? Wissen Konzerne die immer noch nicht zu schätzen? Kleben Manager immer noch insekten-ähnlich am süßlich geronnenen Erfolg der Fliegenfalle Vergangenheit? Glauben sie immer noch an Conformer und Experts, statt an Synergists? Mit ‘Fixed Mindsets’ ließ sich noch nie ein Blumentopf gewinnen.

Wofür unternahm ich damals all die Anstrengungen, nicht nur den Innovationsprozess zu optimieren, sondern Leute wie Sie, lieber Tesla, einzustellen, die die Neugier im Blute trugen, nicht anders konnten als Regeln zu brechen, sich niemals mit dem Status Quo zufriedengaben?
Die Welt hat sich wahrlich zurückentwickelt.

Gerade heute braucht die Branche, was rede ich, jede zukunftsfähige Profession, engagierte Gestalter, Visionäre, nicht die etablierten Verwalter. Braucht Menschen wie all jene, deren Denken und Leben unser Freund Steve Jobs unter dem Siegel ‘think different’ feierte:

“An alle, die anders denken:
Die Rebellen,
die Idealisten,
die Visionäre,
die Querdenker,
die, die sich in kein Schema pressen lassen,
die, die Dinge anders sehen.
Sie beugen sich keinen Regeln,
und sie haben keinen Respekt vor dem Status Quo.
Wir können sie zitieren, ihnen widersprechen, sie bewundern oder ablehnen.
Das einzige, was wir nicht können, ist sie zu ignorieren,
weil sie Dinge verändern,
weil sie die Menschheit weiterbringen.
Und während einige sie für verrückt halten,
sehen wir in ihnen Genies.
Denn die, die verrückt genug sind zu denken,
sie könnten die Welt verändern,
sind die, die es tun.”

Wie sonst wollen wir die überlebensgroßen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft angehen? Mit forciertem Warten? Ich bin da ganz bei Ihnen, Tesla, bei Daimler und Benz: Jobs’ Idole sind Teil der Lösung, die anderen bloße Kulisse oder gar Teil des Problems. In diesem Sinne!

Ihr
Thomas A Edison

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