Wirtschaftswoche-Kolumne ‘Berühmte letzte Worte’ > “Autosaurus Rex: zu blöd zum Einparken” – 18.Dez 2013

“Autosaurus Rex: zu blöd zum Einparken” betitelte ich heute vor 4 Jahren meine ‘Berühmte letzte Worte’-WirtschaftsWoche-Kolumne.

AutosaurusRex“Tatsächlich ist es keine Kunst, immer größere Automobile zu bauen. Die Kunst wäre es, immer kleinere Autos zu bauen, immer mehr sinnvolle(!) Technik auf immer weniger Raum unterzubringen. Stattdessen ist eine neue Modell-Generation nur immer größer und mit mehr meist überflüssigen ‘Finessen’ behaftet, um einen höheren Preis zu rechtfertigen, nicht aber unbedingt besser geworden.

Die Autoindustrie hätte sich Kameras, Mobiltelefon, Computer, CD-Player, TV-Geräte, et al. zum Vorbild nehmen können. Dort wird alles kleiner, leichter, einfacher zu bedienen, und trotzdem leistungsfähiger.

Aber warum sollte die Industrie? Die Ingenieure kreieren sich lieber ihre kleinen Problemchen als Folgefehler selbst, um sich nicht auf die wahren Herausforderungen des Autos in der heutigen Zeit konzentrieren zu müssen.”

Auf greatdrive.org schreibe ich dazu:
“Weil gleichzeitig unser Auto sublim vom liebenswerten Kokon zum misanthropischen Panzer metastasierte? Alles durchdringend, nur nicht das Brett vor unserem Kopfe? Mit der Ästhetik, Eleganz und Empathie, dem cw-Wert, der Übersichtlichkeit und Aufprallfläche eines Kühlschrankes? Ein profaner Blech&Öl-Klotz – mental und materiell zu sperrig für alles intellektuell Regelkonforme? Ein ikonisches Symbol unserer Hybris?

Weil unser Auto sich trotzig gegen ökologische Verantwortung, zukunftsfähige Mobilität, eine neue Ästhetik von Bewegung & Begegnung stemmt? Sich wehrt, Arbeitsplätze intelligenter als mit der Fortschreibung einer längst obsoleten Vergangenheit zu sichern? Sich wehrt, die Qualität des Produktes über die Quantitäten des Profits zu stellen? Kurzfristiger Eigennutz ihm wichtiger scheint als unser aller langfristiges Wohl?”

“Zeit,” schreibe ich ebd aaO, “als Individuum und Gesellschaft zu rebellieren, zu boykottieren, zu revolutionieren – wenn es Industrie und Politik schon nicht tun.

Zeit, Rückgrat zu beweisen und sich nicht länger via Steuervorteil bestechen und beide Augen zudrücken zu lassen.

Zeit, unübersichtliche, sperrige, nicht händelbare Autos, die in keine Parklücke, kein Parkhaus mehr passen, sondern aus Verzweiflung, Dummheit, Egoismus Behinderten- und Mutter/Kind-Parkplätze okkupieren, im wahrsten Wortsinne stehen zu lassen. Auch Umweltsünder und Spritfresser einfach nicht mehr zu kaufen.

Zeit, die postmoderne Unfähigkeit der Autodesigner, ein händelbares Auto zu entwickeln, nicht auch noch zu belohnen.”

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| The Drive: Fahrt. Antrieb, Dynamik, Tatkraft!)

| Wie wir fahren & lenken,
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