SUVdiotie* im Ferienflieger (Snakes on a Plane) – #fieldwork

Dieser Tage wurde meine These, dass SUVdiotie wenig mit dem Auto und viel mit dem Menschen zu tun hat (“Der finale Guide zur SUVdiotie oder: The Walking Dead in Their Self-Driving Cars – #greatdrive”), wieder eindrucksvoll bestätigt. Im Ferienflieger in den Urlaub.

Bild 1: Flexible Leitplanken und resolute Hostessen ersetzen beim Einchecken der überdimensionierten Koffer anderswo ebensowenig funktionierende Reißverschlußverfahren und Intellekt.

Das subtile Erheben der Stimme ersetzt dem Kofferfahrer das Gaspedal. Mann klebt hart an der Stoßstange des Vorkoffers, Frau guckt extrabös potentielle Prädatoren in die Ewigen Jagdgründe ihrer Schrebergärten zurück. Das gemeinsame Haustier/Kind – wer kann das noch unterscheiden – erinnert frappierend an Loriots Dicki Hoppenstedt. Nichts gegen Millennials.

Bild 2: Das Boarding dauert gefühlt knapp länger als der sich anschließende vierstündige Flug. Direkt vor dem Gate scharrt man schnaubend bei gesemktem Kopf mit dem Fuße, das Bodenpersonal als Rotes Tuch vor sich – also zwischen sich und dem wohlverdienten Urlaub – sehend.

Im Flugzeug selbst wollen alle so schnell auf ihren ParkSitzplatz, dass allein rohe Kraft, Größe, Gewicht zählen. Mit ein wenig Hirn wäre man vllt entsprechend seiner Sitzplatznunmer vorne oder hinten eingestiegen. Da Pferdestärke zielführender ist, und eh niemand mehr bis 3 zählen kann, steigt man ein, wo man will, gibt wie gewohnt Vollgas und durchquert halt wiederholt das Flugzeug. Ganz wie den Parkplatz vorm Supermarkt oder der Schule der Kids.

Bild 3: Das Klatschen bei der Landung. Natürlich. Gute alte Tradition. Mehr für sich selbst, da man es wiedermal geschafft hat. Auch, um sich aufzuputschen für den Kampf um den 1. Platz am Kofferkarussel. Der einem ebensowenig nutzt wie der 1. Platz am Gate, beim Boarding, auf dem reservierten Sitz, im Stau, in der Kantine. Aber wen jucken Regeln, Werte, Ansagen, Warnpiktogramme, Logik, wenn es um Alles geht.

Bild 4: Die empörten, erstarrten Gesichter der sich längst abgeschnallt, die 3 Handgepäckteile ergriffen, das Handy eingeschaltet, der Mutter/Sekretärin/Geliebten von der guten Landung berichtet Habenden, zu Fratzen geronnen, als der Pilot erstens bittet, sich erneut zu setzen, und zweitens erklärt, drei ‘handicapped People’ zuerst von Bord nehmen zu wollen.

SUVidiotsOnaPlaneDie, ihre steinzeitlichen Reptilienhirne enthüllenden Gesichter offenbaren in erschreckender Weise unsere zunehmende Nähe zur Barbarei. Lautet die Begründung des Piloten doch nicht “weil sich das so gehört, wenn man Empathie und Respekt mit/gegenüber Schwächeren hat”, sondern “sonst kommen Sie noch später raus”. Ohne sofortige Belohnung läuft beim pawlowisierten, instant zu gratifizierenden Neandertaler heutzutage nichts. Ganz im Gegenteil.

Bild 5: Diese Mischung aus völligem Unverständnis und materiellem Liebesentzug einerseits, der Vorstufe offen zur Stau gestellten Hasses und einander mit einem einzigen Blick verstehenden Arroganz, Ignoranz und Intoleranz andererseits sieht man sonst nur gegenüber Flüchtlingen, Alten, Kranken, Kindern, Radfahrern, Fußgängern.
SUVdiotie par Excellence.
Wow, was haben hier Eltern, Erziehung, Bildung und Politik eindrucksvoll versagt.

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| Be a Spark! Change the Game! Leave a Mark!

| Zeit, liebe Menschen und Manager,
| einen Gang zurückzuschalten: #smartpeople

| Jeder, wie er kann – aber:
| Great Drivers Lead by Example!

| Wie wir fahren & lenken,
| so handeln & denken,
| führen & leben wir.

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* Background: “Der finale Guide zur SUVdiotie oder: The Walking Dead in Their Self-Driving Cars – #greatdrive” und “5 Missverständnisse, die Euch zeigen, dass #SUVdiotie eine Religion voller Missverständnisse ist – #greatdrive”.