Danke, Zetsche! Der finale Guide zur SUVdiotie oder: The Walking Dead in Their Self-Driving Cars – #greatdrive

970 Worte|
SUVdiotieIn Anlehnung an Hans Albers entstand vor kurzem mein flapsiger Spruch “SUVdioten ist nichts verboten!”, um kurz darauf die SUV-Fahrer (teilweise) zu exkulpieren: “SUVdiotie: Eine Religion voller Missverständnisse”.
Dieser Tage nun kann ich dank Dieter Zetsche, et al. ‘Autovorstände und -Manager’ unter SUVdiotie subsumieren.

Die Zeit ist reif, diese SUVdiotie, sowie ihre wichtigsten Subkulturen, wie versprochen umfassend zu beschreiben:

SUVdiotie. Das sind nicht einfach die SUVs oder bestimmte Automodelle und -marken. Ich verdamme doch auch nicht die Waffe, die tötet, sondern den Menschen am Abzug.

SUVdiotie. Religion. Der unerschütterliche Glaube des autofahrenden Menschen an die eigene Überlegenheit. Dunning-Kruger ist nichts dagegen. SUVdioten … fahren und führen gottgleich – also schneller und besser natürlich. Sie fürchten weder Diesel, Tod, noch Teufel.
SUVdiotie. Eine der großen Instant Gratification Religionen.

SUVdiotie. Exkulpation. Der SUV ist nur die schlecht designte, stromlinienunförmigste Spitze des SUVdiotie-Eisberges. Opfer. Namensgeber. “Sündenbock einer Neidgesellschaft, die uns Maßlosigkeit gerade in einer Zeit vorwirft, in der wir uns doch nun wirklich alles leisten können. Mental und materiell”. Oder? Kopf hoch, liebe SUV-Fahrer. Die Letzten werden die Ersten sein.

SUVdiotie. Malaise. Menschen und Manager, Männer und Frauen in der Nähe des Autos. Im Verkehr. Wirr. Wir alle.
Oder eben nicht! Denn “wir sind zwar alle Fahrer, Drivers of our own Fate … aber uns steht frei, zu wählen, Teil der Lösung, Teil der Kulisse oder Teil des Problems sein zu wollen”.

Hier die sieben Subroutinen der SUVdiotie. Was wir daraus machen, bleibt uns überlassen:
1. Autofahrer.
2. SUVs.
3. Marken/Modelle.
4. Automobil-Vorstände und -Manager.
(Vorstände/Manager Alkoholische Getränke.)
5. Agentur-CEOs und -Manager.
6. Auto-Journalisten/-Blogger/-Influencer.
7. Politiker.

1. Autofahrer. – “Multitaskende menschliche Intelligenz lenkt unsere Autos. Mit dem Knie. Kämmt und schminkt und rasiert sich. Handyjongliert gesten- und mimikreich. Popelt. Schießt Selfies, shared und liked. Über Leichen. Raucht. Schmiert und isst Brötchen. Trinkt gleichzeitig Kaffee. Wahre Self-Driving Cars. Und verlässlich die ersten im Stau!”“Jeden Morgen, halb Acht in Deutschland. Koste es, was es wolle”.

“Da stört … kein Frosch, kein Igel, kein Naturschutzgebiet. Keine Spielstrasse vor der Grundschule, keine Fahrradstrasse. … Da wird geflucht, geschimpft, der frühe Vogel … gezeigt. Da zählt jede Sekunde, …”.

“Selbst bei 70 in der 30er-Zone schaffen SUVdioten es mit links, ihr Handy mit der Rechten übercool an den Mund statt ans Ohr zu halten. SmartPhone am DummKopf sozusagen. Verboten und verboten? Pah, SUVdioten ist nichts verboten.”.

Ihr erkennt sie in freier Wildbahn. In jeder 30er-Zone, auf jeder linken oder mittleren Spur, in jedem Baustellen-Reissverschluss-Versuch.

Ihr erkennt sie in Ruhe. Parkend auf 2 Parkplätzen, im Freien oder im Parkhaus. In zweiter Reihe. Bin nur mal kurz Brötchen holen. Wird ja noch erlaubt sein. Auf Bürgersteigen, Straßenbahnschienen (die Rheinbahn schreibt verzweifelt Knöllchen). Auf Frauen- und Behindertenparkplätzen. Denn das sind die dem Eingang nahesten – und die hilfsreichsten bei SUVdiotisch-inherenter grobmotorischer Insuffizienz und feinmotorischer Inkompetenz.

Ihr erkennt sie an ihrer alpha-numerischen Dislexie, die sie Schilder gar nicht oder nicht zu Ende lesen lässt. Brücken- und Tunnelschäden sind für sie keine Argumente, sondern Ansporn.

Ihr erkennt sie an ihren Leihwagen. An ihren Aufklebern. Ihren Nummernschildern. Von Ortschaften und Landkreisen. Ihr wisst schon. Aber ebenso von bestimmten Unternehmen. Auch wenn die Firmenwagenfahrer von T-Systems, Würth, McDonald’s, etc. noch nicht darauf gekommen sind, und weiter fahren wie sie eben fahren.

Erkennt sie an jedem Mittelfinger, der Euch fluchend entgegengestreckt wird. – “Diese Walking Dead entschuldigen sich nicht mehr fürs Falschparken, Vorfahrtnehmen, Drängeln, Linksfahren, Aschenbecher an der Ampel auskippen, Coladosen in der Autobahnausfahrt entsorgen.”.

2. SUVs. Eindrucksvollste Inkarnation und Namensgeber der SUVdiotie – im Allgemeinen und Speziellen.

3. Marken/Modelle. Images fehlgeprägt durch Charakterschwächen, Inkompetenz, Fehlverhalten der Fahrer. Ihr kennt sie alle: damals ua die Fahrer des 3er-BMW, des 190ers. Die S-Klasse der Handwerksmeister, Neureichen, Diplomaten, Politiker und Metzger. Heute ua viele Fahrer der kleinen Mercedesse. Golf- und Astra-Aufsteiger. BMW, Mercedes, VW/AUDI, Opel, Skoda, Volvo – je größer, desto eher. Sprinter, Caddy. Nicht Berlingo. Firmenkombi. Nicht der alte Volvo oder Saab – neue Volvos und Range Rover dagegen sind fast schlimmer als die deutschen Marken. Schade ums Image. Um nur einige zu nennen.

4. Automobil-Vorstände und -Manager, die auf Kosten unseres Lebens, unserer Gesundheit, Gesellschaft und Zukunft …:
> extrovertiertes Fahren auf Deutschlands Straßen glorifizieren, und damit erst zur SUVdiotie aufrufen.
> unsere Kinder, Senioren, Fußgänger, Radfahrer gefährden.
> Gesetze beugen und brechen, oder direkt selbst schreiben.
> lügen, betrügen, wohl wettbewerbswidrige Absprachen treffen.
> immer größere, stärkere, ressourcen-fressendere Autos auf den Markt werfen, statt innovativ, intelligent, integer, ökologisch, nachhaltig, beispielhaft voranzugehen.
> alles auf Profit setzen, statt das Greater Good der Mobilität und menschlichen Begegnung anzustreben.

(Vorstände/Manager Alkoholische Getränke. Denen Profite und Boni wichtiger sind als die Regel “Don’t Drink and Drive!”.)

5. Agentur-CEOs und -Manager mit Autokunden. Die “nur ihren Job” machen, aus Angst die Industrie als Kunden zu verlieren. Statt einfach Mut, Zivilcourage, und Rückgrat zu beweisen, indem sie die Industrie challengen, einen effektiveren Job im Sinne unserer Gesundheit, Gesellschaft, Zukunft zu machen.

6. Auto-Journalisten/-Blogger/-Influencer. Siehe 5. Agenturen.

7. Politiker, die unreflektiert “Arbeitsplätze” als Argument akzeptieren und nichts aus dem Schicksal von Kohle, Verlag, Energie, Bank lernen. Siehe 5. Agenturen.

Allen ginge es besser, nähmen Agenturen, Meinungsführer, und Politik ihre individuell ureigensten Aufgaben ernst, ihre Gegenüber konstruktiv zu challengen, statt sie geradezu destruktiv in ihrer Comfort Zone in Sicherheit zu wiegen.

Fazit

“Wie wir lenken und fahren, so denken und handeln wir, so führen und leben wir. Das muss sich dringend wieder zum Positiven ändern. Wie? – Ganz einfach: Great Drivers Lead by Example! …

Wie eingangs gesagt: SUVdiotie. Malaise. Menschen und Manager, Männer und Frauen in der Nähe des Autos. Im Verkehr. Wirr. Wir alle.
Oder eben nicht! Denn “wir sind zwar alle Fahrer, Drivers of our own Fate … aber uns steht frei, zu wählen, Teil der Lösung, Teil der Kulisse oder Teil des Problems sein zu wollen”. Wir alle haben es in der Hand!

Dieses Blog liefert die nötigen Roadmaps und Manuals in literarischen Skizzen, Parabeln des Fahrens, Führens, Lebens.
Auf Augenhöhe und mit einem Augenzwinkern.”.

In diesem Sinne!

Great Drivers Lead by Example!
#greatdrive
#humansolutions
#talkingtacheles
#stopmakingsense

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