5 Missverständnisse, die Euch zeigen, dass #SUVdiotie eine Religion voller Missverständnisse ist – #greatdrive

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In anderem Zusammenhang (“Fehlendes Engagement? Da irrt Gallup gewaltig. Die SUVdioten* rasen gar zur Arbeit!”)  schrieb ich:
“* Mit ‘SUVdioten’ meine ich nicht Autos oder Marken. Ich verdamme ja auch nicht die Waffe, die tötet, sondern den Menschen dahinter.
SUVdioten … fahren und führen gottgleich. Also schneller und besser natürlich. Sie fürchten weder Diesel, Tod, noch Teufel.
SUVdiotie ist eine der großen Instant Gratification Religionen”.
Diese Sätzen schreien wie versprochen nach Detaillierung.

suvdiotieDunningKruger

SUVdiotie ist – kurz gesagt – der unerschütterliche Glaube des Fahrers, der Fahrerin, an die eigene Überlegenheit. Der Glaube, die Schwerkraft, Physik, Logik, Vernunft ausser Kraft setzen, Berge versetzen zu können. Allein durch Gedankenkraft und eigene Überzeugung. Dunning-Kruger, mit Verlaub, ist ein Dreck dagegen.

SUVdiotie ist mitnichten auf SUVs beschränkt. Hier die 5 Missverständnisse, warum die namensgebende Kategorisierung selbst nichts für ihre Verteufelung kann:
1. Die absolute Ruhe im Innenraum lässt SUVs eben doppelt so schnell 20 (in der Spielstrasse), 30 (in der 30er-Zone), oder 80 (in der Baustelle) fahren wie andere.

2. Die absolut zugunsten der Sicherheit reduzierte Übersichtlichkeit zwingt sie, widerwillig vorwärts und rückwärts gegen Begrenzungspfähle, übersehene andere Autos, Wände, Eingangstore, Tiefgaragensäulen fahren. Dies ist zudem der sinnvoll-maximalen Unübersichtlichkeit geschuldet, die wiederum der maximalen Sonderausstattungsvermarktung geschuldet ist, die wiederum unser aller Arbeitsplätze sichert.

3. Die absolute Größe zwingt sie, widerwillig Frauenparkplätze, Frauen-mit-Kind-Parkplätze, Behindertenparkplätze, zwei Einzelparkplätze allüberall zu beparken. Ganz klar Schuld der Städtebauer und Parkhausarchitekten.
Ebenso in zweiter Reihe zu parken, auf Straßenbahnschienen, Fahrradwegen, Bürgersteigen. Vor Garagen gar, die Kleingeister ihr eigen nennen. Neidbürger ohne 007er-Lizenz zum Firmenwagen.

4. Das absolute Sicherheitsbedürfnis der heutigen Zeit, die Panzer-, Abschottungs-, Einigelungs-Mentalität, sowie Splendid Isolation und Cocooning spiegelt sich verständnisvoll in den zu Schießscharten optimierten Fenstern und bis auf Augenhöhe hochgezogenen Schulter-, Seiten-, und Rückenpanzern. Dem Krieg auf der Straße muss man im Panzer begegnen. Alles gut. Fußgänger werden auch immer größer. Und sollen sie halt größere Fahrräder bauen.

5. Die mit absolut uhrmacherischem Fingerspitzengefühl aufgebohrten PS-Zahlen der 3-Tonner garantieren nicht nur a safe trip home der gerüchteweisen 240gr Brötchen böser Zungen, sondern auch von Tennisbällen, Akten, selbst allergrößten iPads.

All das zeigt doch deutlichst, dass der SUV nicht an der Spitze des Staus, der SUVdiotie-Malaise steht. Der SUV ist wohlgeformte, stromlinienförmige Spitze der ansonsten hässlichen Fratze des SUVdiotie-Eisberges. Opfer. Sündenbock einer Neidgesellschaft, die uns Maßlosigkeit gerade in einer Zeit vorwirft, in der wir uns doch nun wirklich alles leisten können. Mental und materiell.

Dazu, dass SUVdiotie keineswegs vom Auto selbst, von Marke oder Modell abhängt, später mehr.

In diesem Sinne!
Great Drivers Lead by Example!
#greatdrive
#stopmakingsense

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