Ist Daimler das neue ‘Umparken …’? Zetsche der neue Musk oder gar Manrique? – leadculture-Reblog

566 Worte | Dieser Post erschien zuerst in meinem leadculture-Blog.
‘Umparken …’ bezog sich für mich nie auf Marke oder Unternehmen Opel allein. Ich hatte von Größeren geträumt. Von Opel als Vorbild des Aufbruchs. In einer Branche, die sich wie ein trotziges, verwöhntes Kind geriert, dem man dringend Mores lehren müsste.

| Awake! [Be Independent]

Ein verwöhntes, trotziges Kind, das sich vorformulierte Entschuldigungen von Mutter Merkel und Tante Europa schreiben lässt: ‘Dieter, Matthias, Harald konnten sich nicht weiterentwickeln, weil sie Opa beim SUV-Schnitzen helfen mussten, die Familie braucht die Milliarden’.

Ein verwöhntes, trotziges Kind, das bei Klassenarbeiten zu eCar und Zukunft der Branche schlichtweg schwänzt. Bei Diktaten zu Effizienz und Abgasen abschreibt, lügt und betrügt. Sich zum Sport als Klassendickster heulend unter Muttis Rock flüchtet. Erleichterungen bei den BundesTugendspielen verlangt – statt von Schuljahresanfang an sportlich fair am Unterricht teilzunehmen.

Ein verwöhntes, trotziges Kind, das nur siegt, weil alle weggucken? Was soll das nutzen? Super-Zeugnisse, aber keine Chance in der Realität von Morgen?

| Grow! [Be Brilliant]

Es ist an der Zeit, die Matura, die notwendige Reife nicht nur auf dem Papier zu erlangen, um auf dem Markte noch mitspielen zu dürfen, gar ernstgenommen zu werden. Es wird Zeit für das rebellische Kind in uns allen, diesen ganzen Wahnsinn infragezustellen.

Während Opel mit sich selbst und dem mentalen Umzug zu den Adopstiefeltern beschäftigt scheint, parkt Dieter Zetsche zumindest zaghaft seinen kompletten Fuhrpark um. Ist Daimler das neue ‘Umparken …’?
Nachhilfe für die komplette Klasse ist angesagt. Es wird Zeit, dass die Quandts sich entsprechend engagieren. Die relevanten Berliner Ministerien, Piechs und Porsches, die Saudis, die Konsumenten!

Warum nicht in aller Kommunikation die wahren Abgas-, Verbrauchs- und Effizienzwerte angeben? Warum nicht einfach ehrlich sein, statt sich auf die selbstgeschriebenen Gesetze zurückzuziehen?
Warum nicht vorangehen? Den ersten Schritt tun. Vom Saulus zum Paulus werden! Sich selbst unter Druck setzen – wenn es schon sonst keiner tut. Weil es zu teuer wird? Bei den jährlichen Milliardengewinnen?

Es wird Zeit für das naiv-intuitive Kind in uns allen, laut zu rufen, der Kaiser sei nackt – und endlich Konsequenzen zu ziehen.

| Inspire (the Next)! [Be Relevant]

Es wird Zeit für das Genie der Klasse. Denn wo sind die Jobs’, Musks oder Manriques, wenn man sie braucht? Nein, keine Sorge, natürlich kann keiner der Auto-Chefs der neue Jobs oder Musk sein. Dieser Zug ist abgefahren.

Was wir dringend brauchen, ist ein neuer Manrique: “1968 kehrte er endgültig nach Lanzarote zurück und entschloss sich, seine Heimatinsel in einen der schönsten Plätze der Welt zu verwandeln“.

Sascha ist ein einziges Mal nach Stuttgart reingefahren und merkte sofort, dass es so nicht weitergehen kann. Warum brauchen die anderen so lange für die gleiche Erkenntnis?

Mobilität ist nichts anderes als ‘Menschen zusammenzubringen’.

Es kann doch nicht Lebensziel sein, einen Autokonzern ein paar Jahre zu leiten. Man will doch mehr! Seinem Leben einen wahren Sinn geben. Die Welt zum Besseren wenden. Die Menschen nicht länger belügen. Sie gesünder, nicht kranker machen. Sie länger und glücklicher leben lassen. Stadt und Land entgiften. Entschlacken. Gärten und Aussichtsplattformen schaffen, nicht Parkplätze. Straßen und Verkehrswege verschlanken. Bäume und Bänke pflanzen. Orte der Begegnung schaffen. Des Miteinanders. Seine “Heimatinsel in einen der schönsten Plätze der Welt verwandeln”.

Es wird Zeit, die Autostädte (liebe VWs, nicht soviel Selbstverliebtheit) des Blechs wieder in Mobilitätsstädte, -räume und -träume der Menschen zu verwandeln.

Mobilität ist nichts anderes als ‘Menschen zusammenzubringen’.

In diesem Sinne!
Great Drivers Lead by Example!
#greatdrive
#humansolutions
#stopmakingsense

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